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1. Bericht 2015

Fangaktion-mit-Signora-ROSAEin Schwerpunkt unseres Engagements für die Tiere ist nach wie vor die Kastration von Straßentieren. Diese Maßnahme ist nachhaltig und wirkungsvoll! Zudem entstehen stabile Tier-Gruppen an den Futterstellen. Die Tiere haben dann weniger Stress und sind gesünder. Mittlerweile finanzieren wir neben den Kastrationen von Straßentieren immer öfter auch die von privaten Tierhaltern. Es sind i.d.R. arme Leute, die zwar das Bewusstsein für das Problem haben, aber kein Geld für die Kastrationen aufbringen können.

Als Beispiel sei STEFANs Nachbar auf Gran Canaria genannt, der in die Kastration seiner Tiere eingewilligt hat, solange er nichts dafür bezahlen muss und Stefan die Tiere wieder zu ihm zurück bringt.
Ein anderer Fall ist der arbeitslose Diego aus Murcia, der sich die Kastration seiner beiden geretteten Hündinnen nicht hätte leisten können. Er hat KIARA und DANA nicht aufgegeben, doch nun ist er obdachlos. Wir haben deshalb die Kastrationskosten der beiden Hunde übernommen.

 

 

1Im Rahmen von Kastrations-Aktionen bei Straßentieren fällt uns immer wieder auf, dass die Hunde und Katzen unter Wunden, Augen- und Ohrinfektionen sowie unbehandelten Brüchen u.v.m. leiden. Mit der Kastration ist es dann natürlich nicht getan, die Tiere müssen oft stationär behandelt werden, denn sie brauchen mehrtägige Nachsorge mit z. B. Wundspülungen und Verbandswechsel. So bleibt es meist nicht beim „Tierschutz-Pauschal-Preis“ von ca. 80,- € (der Preis ist abhängig von der Klinik) für die Kastration.

 

Kampf den Parasiten! Eine ganz wesentliche Vorsorgemaßnahme zur Gesunderhaltung der Tiere in den verschiedenen Einrichtungen unserer Projekt-Partner ist die regelmäßige Gabe von Antiparasitika – intern wie extern. Wir versorgen die Projekte mit Zecken- und Flohhalsbändern und Entwurmungsmitteln.

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Paten für Tierheimtiere gesucht! Um das Tierschutz-Konto vom Refugio El Cobijo finanziell ein wenig zu entlasten, suchen wir weiterhin Paten für jene Tiere, die aufgrund ihrer Krankheiten, Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten so gut wie keine Aussicht auf eine Adoption haben. Das sind z. B.

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Genaue Beschreibungen, weitere Fotos und Patenschafts-Anträge finden Sie auf unserer Homepage unter
www.animal-respect.com/patenschaften
Im ersten Halbjahr 2015 fanden Katze MORA, Pinscherchen LILO und der Schäfer (Mix) TIMOT Paten.
Herzlichen Dank an Christine, Steffi und Familie Linde-Kleiner!

 

 

 

 

Tierrechte: Die beispiellose Arbeit der spanischen TierRechtsAnwältin RAQUEL unterstützen wir indem wir regelmäßig u.a. Gerichtsgebühren, Verwaltungskosten und Transportkosten befreiter Tiere übernehmen! Zu ihrer „normalen“ Tierschutz-Anwaltstätigkeit ist RAQUEL fast jede Woche in ganz Spanien unterwegs und hält Seminare vor Jurastudenten an spanischen Universitäten, unterrichtet die Seprona (eine Einheit der spanischen Polizei/Guardia Civil, die für den Tier- und Naturschutz zuständig ist), referiert im spanischen Kongress in Madrid und etlichen vergleichbaren Anlässen. Meist ohne Bezahlung und oft sogar ohne Benzingeld und Übernachtungsmöglichkeit! Da wir diese Aufklärungs- und Grundlagenarbeit besonders wichtig finden und RAQUEL einen großen Kreis interessierter Menschen durch ihre Seminare erreicht, übernehmen wir so oft wir können die Benzinkosten. 

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RAQUEL wurde Ende April ins Parlament in Madrid eingeladen um vor ca. 200 Parlamentariern zum Thema „Tierschutz in Spanien“ zu referieren.

 

 

 

Spenden-Transporte nach Italien Im ersten Halbjahr konnten wir wieder 16 Paletten mit Futter und anderen Hilfsgütern zu unseren Projekt-Partnern nach Nord- und Süditalien liefern. Dank der Spende eines großzügigen Münchner Unternehmers, müssen wir nur die Hälfte der Transpostkosten mit einer italienischen Spedition zahlen (Streck5e Mantua – Neapel).
Diese haben seit Jahresbeginn wieder einmal die Preise erhöht. Aktuell zahlen wir 86,- € pro Palette. Damit wir die Anzahl der Transporte/Paletten langfristig nicht reduzieren müssen, sind wir hier dringend auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen.

 

 

 

 

 

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Ein Wochenende – zwei überfahrene Hunde. Anfang März wurden zwei Hunde in DALIAs „Einzugsgebiet“ überfahren. Beide mussten sofort operiert werden. Die Besitzer der Hündin TINA konnten über facebook ausfindig gemacht werden. Als die Familie dann jedoch ihren überfahrenen Hund auf dem OP-Tisch in der Tierklinik sah meinten sie zu DALIA lediglich, dass sie keinen Euro zur OP zahlen werden und ließen TINA deshalb einfach in der Tierklinik zurück.
ROCKY ist ein freundlicher Rüde, der schon seit zwei Jahren regelmäßiger Gast an einer von DALIAS Futterstellen für Straßenhunde ist. An jenem Wochenende sahen Anwohner, wie ROCKY angefahren wurde. Der Fahrer ließ den Hund blutend auf der Straße liegen und fuhr weiter. Die Anwohner informierten DALIA, die sofort mit ROCKY in die Tierklinik fuhr.
In der Klinik wurde ROCKY geröntgt. Er bekam eine Infusion und seine tiefe Wunde musste unter Narkose geklammert werden. Der Verdacht auf einen Blasenriss bestätigte sich glücklicherweise nicht. Wir hatten daraufhin auf unserer facebook-Seite einen Spendenaufruf gestartet und sagen noch mal HERZLICHEN DANK an alle Unterstützer! TINA und ROCKY sind wieder vollends genesen.

 

8Welpenschwemme. Alle Jahre wieder… Unsere Projektpartner aus Italien und Spanien können ein Lied davon singen – ein trauriges! Die Dummen und die Ignoranten, die Kastrationen ablehnen, sterben nicht aus und so nehmen die Tierschützer all jene Tierbabys und Tierkinder auf, die sich selbst überlassen auf den Straßen herumirren oder im günstigsten Fall bei ihnen vor der Haustüre in Kartons abgestellt werden. Es liegt viel Herzblut in der Aufzucht der mutterlosen Tiere! Die Tierschützer versorgen die Kleinen Tag und Nacht und bei weitem nicht alle Tiere überleben. Wir helfen wo wir können mit Aufzuchts-Milchpulver, Kitten- und Welpenfutter und Medikamenten um den hohen Infektionsdruck auf die immunschwachen Tiere abzufangen, Entwurmungen, Übernahme der Tierarztkosten und – leider nur bedingt möglich – Kastrationsgutscheinen, als Anreiz, damit die Adoptanten ihre Tiere später auch wirklich kastrieren lassen.

 

Wir versuchen so vielen Tieren in Not wie möglich zu helfen und bei anderen vorbeugend einzugreifen, damit sie gar nicht erst in eine Notsituation kommen. Das setzt unsererseits viel Engagement, Zeit und Erfahrung voraus – und es reicht trotzdem nicht.
Denn Tierschutz kostet Geld!
Tierärzte, Futtermittelhändler, die Spedition die unsere Spendengüter transportiert, Bauarbeiter sowie Material … all das muss bezahlt werden.

Deshalb sind wir dringend auf Ihre Spenden angewiesen!

 

Was ist geworden aus …

… den 38 geretteten Pferden vom September 2014?

9Der größte Tierschutzverein Spaniens, SCOOBY, übernahm 26 Pferde. Den erwachsenen Pferden und den Fohlen mit Müttern geht es sehr gut. Große Sorgen allerdings bereiten nach wie vor die mutterlosen Fohlen. Sie werden immer wieder von Infektionskrankheiten heimgesucht, denen ihr angeschlagenes Immunsystem nur wenig entgegensetzen kann. Stationäre Klinikaufenthalte sind eine enorme finanzielle Belastung für den Verein!

12 Pferde hatte PEDRO im September 2014 übernommen. Die nervösesten und die kränksten Tiere, denn der Transport zu ihm war deutlich kürzer als zu SCOOBY. Leider haben es zwei mutterlose Fohlen nicht geschafft. Sie wurden wochenlang intensiv betreut, aber die lange Entbehrungszeit vor ihrer Rettung hat deutliche gesundheitliche Defizite hinterlassen. Die anderen zehn Pferde führen ein glückliches Leben in den Bergen bei Murcia.

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