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2. Bericht 2015

Mehr als 10 Tonnen Futter und zahlreiche Medikamente zur Versorgung der Tiere in den Katzen-Kolonien und an den Futterstellen der Straßenhunde konnten wir nach Süditalien schicken. Der Großteil der Medikamente wurde zur Bekämpfung von Parasiten wie Würmer, Flöhe und Zecken eingesetzt. Unsere Tierschutz-Kollegen beugen damit Erkrankungen bei den Straßen- und Vermittlungstieren vor, die durch o.g. Parasiten übertragen werden.

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Mit unseren Spendentransporten unterstützen wir auch einige Privatpersonen die sich den Unterhalt ihrer Tiere nicht mehr leisten können. Als Beispiel sei hier ANNAMARIAs Nachbar genannt, für den das Spezial-Futter für seine an einem Nierenleiden erkrankte Katze einfach zu teuer geworden ist. ANNAMARIA bekommt von uns natürlich mehr Futter für die Katze mitgeschickt als auf diesem Foto zu sehen ist. Sie übergibt das Futter allerdings immer nur in kleinen Mengen, damit sie den alleinstehenden Rentner und seine Katze alle zwei Wochen besuchen und nach dem Rechten sehen kann. 
Tierschutz ist auch Menschenschutz!

 

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Auch Tiere, die früher einmal in der Obhut der Tierschützer waren, werden weiterhin unterstützt.
Z.B. die schwarze Hündin LILI, die bei einer afrikanischen Familie in DALIAs Nachbarschaft lebt. DALIA bringt den in äußerst einfachen Verhältnissen lebenden Leuten Futter seit LILI ein Welpe ist. Nun ist LILI ausgewachsen und kastriert. Ihr Hundefreund mit Namen VAGABUNDO will nicht richtig sesshaft werden. Bei der Familie findet er aber immer einen warmen Unterschlupf und wird dort auch gefüttert. 
Gegenüber der Wohnung der Familie ist eine von DALIAs behördlich registrierten Katzenkolonien. Hier können die Katzen in Ruhe fressen und werden nicht (wie von den meisten anderen Leuten aus der Straße) verscheucht.

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Schwanzamputation eines Straßenhundes
ADA, eine Tierschutz-Kollegin aus DALIAs Helferteam in Neapel, konnte mit unendlicher Geduld das Vertrauen einer neuen Hündin an einer ihrer Futterstellen gewinnen. Es war nicht nur höchste Zeit für die Kastration der Hündin – auch die Rute musste amputiert werden. Wie sich die Hündin die Verletzung zugezogen hatte weiß niemand. Unbehandelt hätte die Entzündung am Schwanz wohl eine so schwerwiegende Entzündung verursacht, dass die Hündin wahrscheinlich daran gestorben wäre. Wir haben die OP-Kosten beglichen.

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karatekid 1 giugno (13)Vielleicht erinnern Sie sich an unseren Spendenaufruf 2013 für das Katzengehege von STEFANIA vom Verein MILLE VITE in Norditalien? Im Sommer flog eine Drohne über das Grundstück und machte wunderbare Aufnahmen vom Gelände. Leider war das Geräusch der Drohne so laut, dass sich fast alle 120 Katzen versteckt hatten.
An dieser Stelle noch einmal ein DANKESCHÖN an alle, die uns bei diesem Projekt unterstürzt haben!

Hier der Link zum Video:

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BRISA bei einem meiner Fangversuche BRISA mit MARIA im Tierheim El Cobijo

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie jedes Jahr bin ich auch 2015 nach Spanien gereist (privat finanziert) um unsere Projekte zu besuchen, mir ein Bild vor Ort zu machen und die Kontakte zu den Projekt-Partnern zu festigen.
Bei meinen Fahrten sehe ich fast täglich ausgesetzte Tiere.
Bei vielen Hunden erkenne ich gleich, dass sie sich (noch) nicht einfangen lassen. Sie sind in Panik und laufen. Andere haben sich bereits irgendwo zwangsläufig niedergelassen und suchen nach Fressen. Diese Hunde kann man mit etwas Geduld anfüttern um sie einzufangen. Grundsätzlich…
Denn BRISA, so heißt sie jetzt, machte es mir nicht leicht!
Ich sah sie auf einer meiner Fahrten an einer Autobahntankstelle ca. 40 Autominuten von meiner Unterkunft entfernt und ich wusste: Über kurz oder lang wird sie auf der Autobahn überfahren!
Ich versuchte die kleine Hündin anzufüttern. Aber letztlich fletschte sie die Zähne und lief immer weg. Meine Sorge war groß und ich fuhr manchmal sogar viermal täglich vorbei um sie an mich zu gewöhnen.
Meine Geduld wurde erst nach neun (!!!) Tagen belohnt. Ich konnte sie fassen und in die bereitgestellte Transportbox im Auto setzen.
BRISA ist jetzt im Refugio El Cobijo und kommt endlich zur Ruhe. Und durch die Zuwendungen der ehrenamtlichen Helfer fasst BRISA wieder Vertrauen und wird sicher bald eine Familie finden, die sie adoptiert!

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Hündin CRAI: Entsorgt wie Abfall!
RAQUEL, unsere TierRechts-Anwältin in Spanien, fand beim Morgenspaziergang mit ihren Hunden diese armselige Hündin. Es war nicht schwer sie einzufangen, denn wie sich herausstellte war die Hündin in einem erbärmlichen Zustand.
Alt, erblindet, abgemagert, übersät mit Zecken und Flöhen, Würmer im Kot, das Fell dreckig und verknotet.
RAQUEL brachte CRAI, wie die Hündin von nun an heißt, in eine Tierklinik. Dort wurde sie gebadet und geschoren, bekam Antiparasitika für innen und außen und es wurde Blut für eine Analyse genommen. Jetzt muss die knapp 6 Kilo schwere Hündin erst mal zunehmen damit sie geimpft, gechipt und kastriert werden kann.
Obwohl ihr die Tierklinik preislich entgegen kommen will, wird RAQUEL es nicht alleine schaffen die anfallenden Kosten zu stemmen. Wie wir immer wieder berichten, ist RAQUEL zwar eine sehr angesehene TierRechts-Anwältin, wird aber von ihren Klienten – Tierschützern, Gemeinden, Privatpersonen – fast nie oder nur unzureichend bezahlt.
Wir haben CRAIs Behandlungskosten übernommen.

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La VerdadEnde Juni unterstützen wir RAQUEL bei einer Tierrettungs-Aktion im Westen Murcias. 50 Schafe, Ziegen und ein Schwein wurden aus tier-quälerischer Haltung befreit. Wir mussten alle Tiere auf einem ölverseuchten Gelände erst einmal einfangen und in ein Transportfahrzeug treiben. Die Aktion wurde von einem Amtstierarzt und der Guardia Civil beobachtet und begleitet. Letztere waren auch zu unserem Schutz da, denn es handelte sich um eine Beschlagnahmung, gegen die der ehemalige Tierhalter/Tierquäler vorzugehen drohte.
RAQUEL gab vor Ort ein Fernsehinterview und unsere Aktion bekam gute Presse in der Tageszeitung „La Verdad“.
Der Tierschutzverein SCOOBY gab allen Tieren Zuflucht.

 

 

 

 

 

Die Presse war auch dabei

Die Presse war auch dabei

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STEFAN, den wir seit vielen Jahren für seine praktische und verlässliche Arbeit sehr schätzen und unterstützen, schickt uns oft Fotos von seiner abgelegenen Unterkunft in den Bergen Gran Canarias, wo sich mittlerweile knapp 60 Katzen angesiedelt haben. Selbstverständlich sind alle Katzen kastriert und sie werden bei Bedarf medizinisch betreut und täglich gefüttert. Zudem sorgt er auch für einen „gedeckten Tisch“ in anderen Katzenkolonien.

Abschließend möchten wir uns herzlich bei Ihnen für Ihre Unterstützung im Jahr 2015 bedanken.
Unser Dank gilt dabei unseren treuen Dauerspendern, unseren Mitgliedern und den Tierpaten sowie jedem Einzelnen von Ihnen, der uns im vergangenen Jahr unterstützt hat.
Durch Ihre Spendenbereitschaft konnten wir auch dieses Jahr dafür sorgen, dass unsere Projekte erfolgreich fortgesetzt, weiterentwickelt oder zumindest stabilisiert wurden.
Durch Ihre Spendenbereitschaft werden unsere Projekte auch künftig fortbestehen.

Wir wünschen allen Tierfreunden frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

München, 1. Dezember 2015

Elke Pichler

und das Animal-Respect-Team

 

 

 

 

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