↑ Zurück zu Berichte 2014

Seite drucken

1. Bericht 2014

Rückblick auf unsere Tätigkeit im ersten Halbjahr 2014

robby1Süditalien: Operation ROBBY
ROBBY hatte einen Handball großen Nabelbruch, der Darm durchbrach die Lücke in der Muskelhaut und ROBBYs Darmtätigkeit war bereits eingeschränkt.
ROBBYs Besitzer, Asylanten aus Nordafrika, waren mit ihm schon vor vier Jahren beim Tierarzt, direkt nachdem ROBBY angefahren wurde. Die Operation hätte damals 300,- € gekostet. So viel Geld hat die vierköpfige Familie im Monat nicht mal für sich selbst zur Verfügung.
Im Laufe der Zeit verschlechterte sich ROBBYs Zustand augenscheinlich. DALIA, unsere Tierschutz-Freundin aus Neapel, machte uns nun auf diesen Notfall aufmerksam und brachte ROBBY zum Tierarzt. Nun lagen die OP-Kosten mit Nachbehandlung bei knapp 600, €. Die austretenden inneren Organe waren mangels Durchblutung langsam am Absterben. ROBBY war wirklich in Lebensgefahr! Und DALIA versicherte uns, dass die Halter nette Leute sind die ROBBY wirklich lieb haben.
Wir starteten einen Spendenaufruf und die anfallenden Kosten für ROBBYs gelungene Operation konnten übernommen werden.  
ROBBY wird jetzt auch regelmäßig mit Futterspenden, die wir ganzjährig nach Neapel schicken, unterstützt. Für Entwurmungen und Zeckenschutz wird ebenfalls gesorgt. Seine Familie ist sehr dankbar!

 

DALIA Futterlieferung ADA mit Autoboxen La Fenice CAMELA

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Wir haben im ersten Halbjahr knapp 10 Tonnen Futter und Tierzubehör nach Neapel geschickt. ADA freut sich über zwei Hunde-Transportboxen fürs Auto und CANELA aus dem Tierheim La Fenice (ca. 200 Hunde) verteilt die mitgeschickten Entwurmungsmittel.

 

 

DALIA hat derzeit fünf Hundekinder mit ihrer Mama und zwei verwaiste Katzenbabys die sie aufzieht. Wir übernehmen sämtliche Kosten bis zu deren Vermittlung.

DALIA mit Welpen beim Vet DALIAs Welpen DALIAs Katenkinder

 

 

 

 

 

 

 

DALIA und ihre Tierschutz-Kolleginnen versuchten 3 Wochen lang einen verletzten Schäferhund einzufangen – zunächst vergeblich. Der circa 9 Jahre alte Rüde war schmerzbedingt sehr aggressiv und ließ sich nicht einfangen.
Letztlich half nur eine Hundefalle! Nachdem BILLY, so haben ihn die Tierschützerinnen genannt, nun endlich in die Falle getappt war, brachte ihn DALIA in die Tierklinik. Das Kettenhalsband war bereits in seinen Hals eingewachsen. Die Wunde roch stark und eine schwarze Flüssigkeit tropfte heraus. 
Unter Vollnarkose wurde die Kette behutsam entfernt, die Wunde gereinigt und genäht. Wir übernahmen die Kosten für diese Operation.
Heute geht es BILLY wieder gut und er lebt bei DALIAs Nachbarn auf dem Grundstück.

  

billy halsband 2014 006 billy halsband 2014 019

 

 

 

 

 

 

 

 

Mula 1

Spanien: Die Hundehölle bei Mula
In der Nachbarschaft unserer Tierschutz-Freundin LIBRADA in Südostspanien hielt ein ehemaliger Jäger zahlreiche Jagdhunde unter schrecklichsten Bedingungen – bis LIBRADA eingriff!
Der alte Mann ist finanziell und auch körperlich außerstande die vielen Hunde zu versorgen (ursprünglich mit 40 angegeben, es stellte sich später raus, dass ca. 14 Welpen nicht mitgerechnet wurden). Zu Beginn unserer Soforthilfe-Aktion waren die Hunde bis auf das Skelett abgemagert, sie fielen sich vor Hunger gegenseitig an; die Schwächsten wurden angefressen oder gar getötet. Die Hündinnen fraßen in ihrer Not auch die eigenen Welpen.

 

 

MULA 2 Mula 3Fotos: Diese drei Welpen konnten gerettet werden – sie vergessen die ersten schrecklichen Tage in ihrem Leben auf einer liebevollen spanischen Pflegestelle.

 

 

 

 

 

Der alte Mann ist einen „Deal“ mit LIBRADA eingegangen: Sie darf die Hunde täglich füttern, tierärztlich behandeln lassen und sie in neue Familien vermitteln. 
Seine Bedingung: Es entstehen ihm keinerlei Kosten!
Er wiederum versprach LIBRADA, sich keine neuen Tiere mehr anzuschaffen.
Doch da weder bei LIBRADA noch auf den Pflegestellen Kapazitäten frei waren, musste ein Großteil der Hunde auf dem Gelände des alten Jägers verbleiben. Mit dem Futter, das LIBRADA seither beim Futtermittelhändler auf unsere Rechnung einkauft, versorgt sie täglich die Hunde. Dies ermöglicht ihr auch die regelmäßige Kontrolle vor Ort und zeitnahes Eingreifen, wenn ein Tier besonders in Not ist. Sobald die Hunde gesundheitlich stabil waren, bekamen sie Antiparasitika, wurden geimpft und dann kastriert.
Unsere Rettungsaktion läuft nun schon den 3. Monat. Wir konnten die Lebenssituation vor Ort deutlich verbessern und mittlerweile 30 Hunden den ersten Schritt in ein neues, viel besseres Leben geben.

Die Rettung weiterer Hunde hängt zu 100% von unserer Unterstützung ab.

Der durchschnittliche Kostenaufwand pro Hund liegt bei 212,- € für Futter, Kastration, Impfungen, Zecken- und Flohschutz, Entwurmungen, Impfpass, Microchip und Bluttests. Vorausgesetzt, es kommt NICHTS außer der Reihe dazu (Verletzungen, Infektionen u.a.).

 

Tiberio2 Tiberio11Fotos: Der Rüde TIBERIO mit einer schlimmen Bissverletzung am Hals.
Nach der Behandlung beim Tierarzt kam er auf eine spanische Pflegestelle.

    

 

 

 

El Cobijo Spanien Cristina und Candela mit Falle CANDELA anfüttern

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Die Hunde im Refugio El Cobijo bei Murcia bekamen von uns Scalibor-Protector-halsbänder gegen Flöhe, Zecken und Mücken. CANDELA und CRISTINA freuten sich über eine neue Katzenfalle, Transportboxen sowie Futter und auf dem letzten Foto sieht man CANDELA bei Anfüttern eines ausgesetzten Jagdhundes.

 

Gran Canaria: Kastration CHAKA
Die alte Hündin CHAKA wurde über viele Jahre an der Kette gehalten und dort immer wieder von streunenden Rüden gedeckt. Alle Welpen, die der Halter nicht verschenken konnte, wurden auf dem Feld erschossen.
STEFAN, ein engagierter Tierschützer und unsere Kontaktperson auf Gran Canaria, bat uns um Hilfe. STEFAN hatte den Halter von CHAKA endlich überzeugen können, dass er die Hündin kastrieren lassen darf – sofern es keine finanziellen Nachteile für den Halter hat.
Daraufhin veranlassten wir umgehend die Kastration der Hündin in der Tierklinik.

Chaka CHAKAs OP 
Schweren Herzens musste STEFAN die arme Hündin nach ihrem Klinikaufenthalt wieder zurück bringen. CHAKA hat in ihrem Leben noch nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen wie an diesen beiden Tagen in der Tierklinik!
CHAKA ist keine Ausnahme. Ihr Schicksal teilen Tausende Hunde auf den Kanarischen Inseln. Sie werden ihr Leben lang an der Kette gehalten und oft nur mit dem Nötigsten versorgt. Hätte STEFAN die Hündin nicht zurückgebracht, hätte sich der Hundehalter einfach einen neuen Hund angeschafft. So muss CHAKA wenigstens nicht ständig Welpen bekommen, die dann getötet werden.

 

Gran Canaria Katzen Stefan Gran Canaria Frau GroosFotos: Katzen auf STEFANs täglicher Futter-Runde und Frau GROOS. Beide Tierschützer bekamen im ersten Halbjahr Kastrationsgutscheine für neu zugewanderte Katzen in den von ihnen betreuten Katzenkolonien. Frau GROOS bekam zusätzlich 60 Microchips.

 

 

 

Liebe Tierfreunde, wir brauchen Sie!
Bitte helfen Sie uns dort zu helfen, wo es dringend notwendig ist.
Bitte helfen Sie uns denjenigen zu helfen, die helfen.
Wir brauchen Sie – jetzt und in Zukunft, um sicherzustellen, dass weiterhin alle unsere Projekte möglichst ohne Einschränkungen betreut werden können!

München, Juli 2014

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.animal-respect.com/berichte/berichte-2014/1-bericht-2014/