↑ Zurück zu Berichte 2016

Seite drucken

2. Bericht 2016

Für die schnelle und direkte Hilfe für Tiere in Not, die Durchsetzung des Tierschutzgesetzes, Kastrationen und die unmittelbare Unterstützung unserer Projektpartner vor Ort, die täglich gegen Tierleid kämpfen – für diese Ziele haben wir uns auch 2016 wieder mit Erfolg einsetzen können.
Unser herzlicher Dank gilt unseren Unterstützern, ohne sie wäre all dies nicht möglich gewesen!

Italien

Auffangstation bei MENA und MAURILIO in Pompeji/Italien
„Notkauf – Chihuahuas“

MENA mit den „Flaschen-kindern“ RUMBA und TANGO

MENA mit den „Flaschenkindern“ RUMBA und TANGO

 

MENA wurde auf der Straße von einer Frau angesprochen, die ihr zwei Welpen zum Kauf anbot. Gerade mal 4 Wochen alt und viel zu jung, um sie ihrer Hundemutter wegzunehmen!
Normalerweise würde MENA niemals einen Hund kaufen, aber die Frau bot sie ihr als reinrassige Chihuahuas an – was sie natürlich nicht sind – und MENA wusste sofort: Wenn diese Frau die Welpen an jemand anderen verkauft, dann werden die Welpen spätestens in 3 Monaten auf die Straße geworfen. Denn dann erkennt jeder, dass die beiden DEUTLICH größer werden als Chihuahuas! Die Frau ließ nicht mit sich handeln und MENA musste 100 € zahlen!

 

 

 

RUMBA und TANGO

RUMBA und TANGO

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weil sie sich unserer finanziellen Unterstützung gewiss sein konnten, sahen sich MENA und MAURILIO in der Lage, auch diese beiden Welpen in ihrer Auffangstation aufzunehmen.
Denn bis RUMBA und TANGO (so heißen sie jetzt) letztlich vermittelt werden können – wie durchschnittlich 150 von MENAs und MAURILIOs Schützlingen pro Jahr – entstehen hohe Kosten. Im Fall von RUMBA und TANGO handelt es sich um je etwa 250,- €, die für spezielles Welpen-Aufzuchtfutter, Antiparasitika zur internen und externen Anwendung, Impfungen, Impfpässe und Microchips, sowie die Transportkosten nach Norditalien zusammenkommen. Eine solche Summe können MENA und MAURILIO ohne die Unterstützung von Animal Respect e.V. nicht stemmen.

MENA mit unserer 9-Paletten-August-Lieferung

MENA mit unserer 9-Paletten-August-Lieferung

Wir versorgen unsere Projekt-partner in Italien und Spanien ganzjährig mit Antiparasitika für die von ihnen betreuten Hunde und Katzen. Unsere italienischen Freunde profitieren zudem auch von unseren Futterlieferungen. Diese sind nur durch einen großzügigen Münchner Tier-
freund möglich, der das Futter die „halbe Strecke“ kostenlos für uns nach Verona transportiert, von wo aus wir dann italienische Speditionen entgeltlich mit dem Weitertransport beauftragen.

 

 

 

Unsere Projektpartner in Norditalien:

Unsere Projektpartner in Norditalien: CORNELIA und STEFANIA vom Verein MilleVite/Katzenasyl in Zeme und FRANCESCA vom Tierhospiz

 

Animal Respect e.V. unterstützt zwei neue Projekte in Italien.

Zum einen ist VINCENZO dazugekommen, ein Familienvater und Alleinverdiener aus Torre de Greco. Er betreut mehrere kontrollierte Katzenkolonien und steht morgens schon um 3 Uhr auf, um noch vor der Arbeit – und unbehelligt von Passanten – bei den Kolonien nach dem Rechten zu sehen und die Katzen zu füttern. Wenn sich neue Katzen angesiedelt haben, fängt VINCENZO sie ein, bringt sie zur Kastration in die Tierklinik und später wieder zurück in die Kolonien.

 

vincenzo-erfolgreich-beim-katzenfangen

VINCENZO war erfolgreich beim Katzenfangen

wartezimmer-der-tierklinik-lega-pro-animale

Im Wartezimmer der Tierklinik der „Lega Pro Animale“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch FRANCESCAs Tierhospiz wird von uns seit 2016 unterstützt. Dieses Projekt liegt uns ganz besonders am Herzen: Die junge Italienerin nimmt ausschließlich Tiere bei sich auf, die entweder sehr alt, krank oder beides sind. In ihrem angemieteten kleinen Eckhaus betreut sie ihre Schützlinge in den letzten Monaten, Wochen oder Tagen ihres Lebens mit großer Hingabe und medizinisch kompetent.

francesca-mit-geln%cc%83hmten-inkontinenten-hunden

FRANCESCA mit ihren gelähmten, inkontinenten Hunden

katzenzimmern

Fütterung in einem von drei Katzenzimmern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Spanien

Tierheim El Cobijo bei Murcia

Während eines Tierarztbesuches mit einigen Hunden und Katzen aus dem Tierheim in die 30 Minuten entfernte Praxis des Tierarztes, der die Hunde und Katzen aus El Cobijo medizinisch betreut, wurde mir wieder einmal bewusst, wie stressig die Fahrt und das Warten im Wartezimmer für die Tiere ist.
Es werden immer mehrere Tiere bei einem Transport zu den Untersuchungen gefahren. Tiere, die sich aus dem Tierheim gar nicht kennen und dann im Auto in ihren Transportboxen dicht nebeneinander stehen müssen. Dann kommen sie ins Wartezimmer, werden mit vielen Geräuschen und Gerüchen konfrontiert und mit der Angst der anderen Tiere.

 

Tierarzt JAVIER mit Hündin SAL bei der Blutentnahme

Tierarzt JAVIER mit Hündin SAL bei der Blutentnahme

Tierarzt JAVIER

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf diese ganze Problematik hin angesprochen, meinte der Tierarzt, dass ein im Tierheim fest eingerichtetes Mikroskop vielen Tieren die Fahrt in seine Klinik und den damit verbundenen Stress ersparen würde.
Mit einem Mikroskop im Behandlungszimmer des Tierheims könnte er bereits bei seinen wöchentlichen El-Cobijo-Visiten verdächtige Hautstellen mit Hautgescharbseln auf Pilz und Räudemilben untersuchen, sowie Blut- und Kotproben entnehmen, um diese auf Parasiten zu testen – und das Ganze gleich vor Ort!
Nur wenn das Ergebnis der mikroskopischen Untersuchung dann noch unklar ist, müssten diese Tiere zu weiteren Untersuchungen in seine Klinik gebracht werden. Animal Respect hat für 500  € ein gebrauchtes Mikroskop erworben. Seit September ist es fest im Tierheim installiert.

 

RAQUEL LÓPEZ TERUEL – unsere Tierrechtsanwältin in Murcia

RAQUEL LÓPEZ TERUEL

RAQUEL LÓPEZ TERUEL

Esel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einer spektakulären Tierrettung von 23 Eseln und Pferden im Jahr 2014 konnte RAQUEL den Fall im August diesen Jahres endlich abschließen und erwirkte vor Gericht die in Spanien vorgesehene Höchststrafe für den Tierquäler:
9 Monate auf Bewährung
3 Jahre Tierhalteverbot
3 Jahre Arbeitsverbot mit Tieren.

So weit so gut!

Bei einem Routinecheck befreundeter Tierschützer, die in regelmäßigen Abständen am Hof des verurteilten Tierquälers vorbei fuhren, um zu sehen, ob er die Auflagen auch wirklich einhält, stand vier Wochen nach dem Urteilsspruch eine Eselstute mit ihrem Fohlen angebunden hinter einem Bretterverschlag.

 

Die verwahrlosten Hufe der Eselstute

Die verwahrlosten Hufe der Eselstute

Der Tierquäler dachte wohl, es handle sich um ein Kavaliersdelikt! Nun beginnt ein neuer Prozess und es kann Monate dauern bis er seine Haftstrafe antreten muss. ABER: Durch die Wiederholungstat wurden die beiden Esel unverzüglich und mit Polizeieinsatz beschlagnahmt und dem Donkey Sanctuary (Gnadenhof für Esel) richterlich übereignet.

 

 

 

 

 

 

Auffangstation von LIBRADA bei Murcia

Fast alle Hunde in LIBRADAs Auffangstation sind Hunde, die sie aus der Tötungsstation in Cieza retten konnte. Nachdem jeder Neuzugang erstmal in der Quarantänestation zur Beobachtung untergebracht und gegen Flöhe, Zecken und Würmer behandelt wurde, wird er wie alle Hunde in der Auffangstation von der Tierärztin gechipt.
Warum geben wir Geld für Microchips aus? Weil die Microchips die Hunde eindeutig kennzeichnen und nach deren Registrierung LIBRADA als Besitzer ausweisen!

librada

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Lieferung mit 500 Microchips

Unsere Lieferung mit 500 Microchips

 

Auch für den Fall, dass ein ehemaliger Besitzer – der seinen Hund zuerst in die Tötungsstation abgeschoben hat – seinen Hund wieder zurück fordern will.

Oder falls die neuen Besitzer nach der Adoption versäumen, den Microchip auf ihren eigenen Namen registrieren zu lassen und das Tier entlaufen sollte. Dann ist immer noch LIBRADAs Name gespeichert und kann europaweit zurückverfolgt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thema: Kastrationen

img-20160920-wa0013Ein Hauptanliegen von Animal Respect e.V. ist die Population der Straßentiere in Südeuropa zu reduzieren und so deren Leid zu minimieren.

 

 

 

 

 

JEDE KASTRATION VERHINDERT UNENDLICH VIEL TIERLEID!

Wir rüsten unsere Partner auf Gran Canaria, in Spanien und in Italien mit ausreichend Katzen-
fallen aus – genug, um auch welche an andere Tierschützer verleihen zu können – und be-
zahlen die Kastrationen bei den jeweiligen Tierkliniken.

 

Thema: Microchip-Lesegeräte

CANDELA vom Partnerverein „La Casita de Lopez“ in Südspanien mit Microchip-Lesegerät und Fund-Hund

CANDELA vom Partnerverein „La Casita de Lopez“ in Südspanien mit Microchip-Lesegerät und Fund-Hund

Wir finanzieren auch die Microchip-Lesegeräte für unsere Projektpartner. Meist liegen diese Geräte direkt in deren Autos bereit und kommen fast täglich zum Einsatz. Dann können unsere Tierschutz-Kollegen sofort vor Ort bei einem Fund-Tier feststellen, ob es „nur“ entlaufen ist und müssen es nicht erst in die Auffangstation, ins Tierheim oder zum Tierarzt bringen. Der Besitzer kann über die Registrierung bzw. Datenbank direkt ausfindig gemacht und telefonisch verständigt werden.

 

 

 

 

Unsere Microchip-Lesegeräte werden sogar von der Polizei angefordert!

MAURILIO vor dem Polizeirevier

MAURILIO vor dem Polizeirevier

MAURILIO (Auffangstation MENA und MAURILIO) bekam an einem Samstag einen Anruf von der örtlichen Polizei. Eine Frau habe einen Hund im Zentrum von Pompeji gefunden, der sich auf der Straße nicht zurechtfand und sich leicht einfangen ließ. Sie habe den Hund an ihrem Schal vor dem Polizeirevier festgebunden.
Da das örtliche Canile am Wochenende geschlossen hat und die Polizei nicht wusste, was sie mit dem Hund bis zum Montag machen soll, wendete sich das Schicksal dieser jungen Hündin zum Guten: MAURILIO kam mit unserem Microchip-Lesegerät und führte den Polizisten vor, dass MIELA, so heißt sie jetzt, keinen Besitzer hat. Daraufhin durfte er die Hündin mitnehmen und von seiner Auffangstation aus fand MIELA letztlich eine liebevolle Familie, die sie adoptierte.

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.animal-respect.com/berichte/berichte-2016/2-bericht-2016/