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1. Bericht 2017

1. Bericht 2017

 

300 Katzen warten morgens auf Vincenzo!

Vincenzos frühere Leidenschaft war das Joggen. Er ging morgens vor der Arbeit eine Stunde laufen und dabei fielen ihm immer wieder die vielen Straßenkatzen auf, die in den frühen Morgenstunden hungrig nach Futter suchten. Das machte ihn sehr nach-
denklich und plötzlich veränderten sich Vincenzos Prioritäten.

Er steht nun morgens schon um drei Uhr auf, um vor der Arbeit ca. 300 Katzen zu füttern, die in seinen inzwischen etablierten Kolonien an verschiedenen Plätzen in Torre del Grecco, im Süden Neapels, leben.
Bei den Futterkosten unterstützen wir Vincenzo ganzjährig.

Um mittwochs immer frei zu haben, arbeitet er an den anderen Werktagen entsprechend länger. Denn mittwochs ist Kastrationstag in der Tierklinik „Lega Pro Animale“ von Dorothea Friz in Castel Volturno im Norden Neapels. Die Kastrationen werden zum Tierschutz-Preis durchgeführt. Dorthin bringt Vincenzo in Sammeltransporten nicht nur neu hinzugekommene Katzen seiner eigenen Kolonien, sondern auch die Katzen anderer Tierschützer oder Privatpersonen.

 

Mit Kastrationen vorprogrammiertes Tierleid verhindern!

Unsere Tierschutzpartner in Spanien, auf Gran Canaria und in Italien fangen regelmäßig und ganzjährig Straßenkatzen und -hunde ein, um sie kastrieren und bei Bedarf auch behandeln zu lassen. Animal Respect e.V. unterstützt sie hierbei finanziell, denn die Kastration ist für unseren Verein Basis-Arbeit im Tierschutz.
Hündinnen können alle sechs Monate läufig werden. Katzen sind sogar bis zu viermal im Jahr paarungsbereit und bringen ihren Nachwuchs zur Welt.
Die Welpen der ersten Würfe im Jahr sind bis Jahresende selbst geschlechtsreif und haben dann wiederum eigene Welpen.

Wir arbeiten besonders gerne mit der Tierklinik „Lega Pro Animale“ von Dorothea Friz in Castel Volturno im Norden Neapels und mit der Tierärztin Katy, unserer lang-
jährigen Freundin auf Gran Canaria, zusammen.

 

Antiparasitika für die Tiere unserer Projektpartner

Zecken-, Floh- und Wurmschutz sind zur Gesunderhaltung der Tiere in den Tierheimen und Auffangstationen unserer Projektpartner immens wichtig! Deswegen versuchen wir sicherzustellen, dass die Tiere das ganze Jahr über weitgehend parasitenfrei sind.

Haut- und Darmentzündungen, Infektionskrankheiten, Blutverlust, Resorptionsstörungen, Lungenschäden u.v.m. wären mögliche Folgen bei Parasitenbefall. Es können auch krankhafte Veränderungen in der Leber, den Nieren, dem Herzmuskel und der Netzhaut auftreten.

 

Dringend Paten gesucht!
Eine Patenschaft ist für Tierheime eine wichtige Alternative zur Adoption. Sie sichert die Versorgung des gewählten Patentieres und letztlich auch den Erhalt des Tierheims.

Meistens sind es kranke oder ältere Tiere, die geringe Adoptionschancen haben und als Langzeit-Insassen das Tierheim finanziell belasten. Werden Sie Patin/Pate und sichern Sie dadurch die Zukunft Ihres Patentieres und seines Tierheims ab!

 

Sofortmaßnahmen sind nur durch Spenden-Reserven möglich!
Nur ein ausreichendes finanzielles Polster gibt uns die Möglichkeit schnell und unkompliziert genau dann zu helfen, wenn Tiere in den Auffangstationen unserer Projektpartner oder Straßentiere in Not sind. Tiere, welche dringend eine Operation oder eine tierärztliche Behandlung benötigen oder nur noch teures Spezialfutter (z.B. bei Nierenschäden) vom Tierarzt verordnet bekommen. Es handelt sich hierbei um Maßnahmen, die unverzüglich vorgenommen werden müssen, um das Leben dieser Tiere zu retten.

Im 1. Halbjahr konnten wir – manchmal auch unterstützt durch Spendenaufrufe auf unserer Facebook-Seite – unter anderem folgenden Tieren helfen:

Fundhündin Noah kam bei Alhambra in Spanien “unter die Räder” und hatte einen komplizierten Bruch, der sofort operiert werden musste. Sie wurde letztlich von ihrer spanischen Pflegestelle adoptiert. Ein Spendenaufruf auf Facebook unterstützte unsere Bemühungen, die hohe Tierarztrechnung zu bezahlen.

Die ausgesetzte Hündin Kikka wurde mit akuter Herzinsuffizienz von Mena und Maurilio in Pompei gefunden. Sie war sogar zu schwach, um überhaupt noch gehen zu können! Mit den richtigen Herzmedikamenten geht es Kikka jetzt sehr gut. Der alte Yorkshire-Terrier hat ein wunderbares Zuhause bei einer Tierschützerin gefunden.

Der siebenjährige Rüde Duque wurde von unseren spanischen Freunden des Tierheims El Cobijo ursprünglich aus einer Tötungsstation gerettet. Schnell fiel im Tierheim auf, dass Duque für sein Alter zu träge war und immer schlechter atmete. Erst eine Herzsonographie brachte Aufklärung. Er konnte umgehend op-
timal medikamentös eingestellt werden und ist nun ein lebenslustiger Hund. Zu seinem ganz großen Glück fehlt ihm noch ein liebevolles Zuhause.

Bei vielen Welpen von Straßenhunden bricht die hoch ansteckende und akut verlaufende Infek-
tionskrankheit Parvovirose aus – diese kann un-
behandelt schon 24 Stunden nach dem Ausbruch mit dem Tod des Hundes enden. Auch intensive Behandlungen und Infusionen sind keine Garantie für das Überleben der Welpen. Sie haben dadurch aber eine gewisse Chance!

Die Hündin Beth wurde mit drei Monaten ausgesetzt, wahrscheinlich wegen ihrer durch Mangelernährung und Unterversorgung missgebildeten Vorderbeine. BETH brauchte umgehend altersgemäßes Welpenfutter und vom Tierarzt verordnete Nahrungsergänzungsmittel. Sie wurde von Mena und Maurilio liebevoll aufgepäppelt, erholte sich gänzlich und konnte vermittelt werden.

Die elfjährige Straßenhündin Luna hatte einen akuten Schub einer Leishmaniose-Infektion. Sie musste sofort behandelt werden und bekam einmal täglich, über einen Zeitraum von
28 Tagen, Injektionen verabreicht.
Heute ist sie ein glücklicher, vermittelter Hund.

 

Unser aktueller Notfall-Hund ist Tango

Der Rüde vegetierte mit 40 Leidensgenossen unter erbärmlichen Bedingungen.
Die Hunde wurden auf dem unbewohnten Grundstück eines spanischen Jägers zusammengepfercht und nur sporadisch gefüttert. Ein Tierschutzverein aus der
Nähe zeigte den Jäger letztlich wegen der widrigen Haltungsbedingungen an.

Wahrscheinlich um weiteren Ärger mit den Tierschützern und dem Gesetz zu vermeiden, überließ er seine abgemagerten Hunde freiwillig den Tierschützern. Da die Aufnahme von so vielen Hunden auf einmal die Möglichkeiten dieses Vereines sprengten, wurden sie auf mehrere Tierheime der Region aufgeteilt. Und so kam Tango nach El Cobijo …

Tango ist ein dreijähriger Podenco-Rüde mit einem orthopädischen Problem!

Neben den vielen Bisswunden und die durch Mangelernährung krumm gewachsenen Vorderbeinen fiel unseren Freunden in El Cobjio auch auf, dass TANGO hinten rechts hinkt. Tango gehörte im Rudel wohl nicht zu den Stärkeren und aufgrund seiner Handicaps war er zur Jagd ungeeignet!

Jetzt darf er in El Cobijo erst mal zur Ruhe kommen.

Aber das rechte hintere Kniegelenk springt immer wieder aus der Pfanne und Tango wird langfristig mit Schmerzen leben müssen. Ein Fach-Tierarzt, der die Röntgenbilder sah, rät dringend zu einer OP des Kniegelenks. Das würde dem dreijährigen Tango voraussichtlich ein uneingeschränktes und schmerzfreies Leben ermöglichen.

Der Kostenvoranschlag des Fachtierarztes und Chirurgen: 544,50 € !

Das Tierheim El Cobijo ist mit dieser Summe und den Kosten für die stationäre Unterbringung, den Medikamenten und den Folgeuntersuchungen finanziell völlig überfordert und hat sich deshalb hilfesuchend an uns gewandt.
Wir können nur mit Ihrer Unterstützung helfen!

Auch die Übernahme einer Patenschaft für Tango wäre eine enorme Entlastung für das Tierheim und würde seine langfristige Versorgung absichern.

 

Zehn Tonnen Futter und Tierzubehör gingen nach Italien.

Nach einem Zwischenstopp bei Verona werden die Paletten auf dem Nachbargrundstück von Mena und Maurilio in Pompei angeliefert und mit einem Gabelstapler auf deren Grundstück gefahren.

 

Projekt „Alessandria“

Nicht nur unsere direkten Projektpartner in Nord- und Süditalien profitieren von un-
seren Lieferungen. Auch eine mittellose Familie mit zwölf großen, kastrierten Hunden bei Alessandria im Piemont erhält einen Anteil. Die herzkranke Mutter war ihr Leben lang Hausfrau, Vater und Sohn vor der Wirtschaftskrise selbständige Bauarbeiter.
Sie bekommen kein Arbeitslosengeld und müssen mit einer minimalen Sozialhilfe zurechtkommen, die das Sozialamt kürzte, da das Geld auch für die Hunde ausge-
geben wurde. Das Futter unserer Lieferungen wird mit gekochten Nudeln gestreckt, daher sehen die Hunde auf den Fotos so wohlgenährt aus. Auch Zecken-, Floh- und Wurmschutz wird von Animal Respect e.V. zur Verfügung gestellt.

 

 

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