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Mena und Maurilio in Italien

Mena und Maurilio in Pompeji – die Tierretter am Vesuv

Mein Mann Maurilio und ich kümmern uns seit ca. 20 Jahren in und um Pompeji um ausgesetzte, verwilderte uns sonst wie in Not geratene Hunde und Katzen.

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Wir durchstreifen zusammen regelmäßig auch die umliegenden Anhöhen des Vesuv. Ausgerüstet mit Dosenfutter, Trockenfutter und  Milch versorgen wir die zahlreichen wildlebenden Hunderudel die in den Pinienhainen und den Abfallbergen streunend und kämpfend zu überleben versuchen.

Immer wieder stoßen wir auf ganze Würfe mit verwaisten neugeborenen Hundewelpen, verletzte, kranke und völlig abgemagerte Hunde und solche, die vor Hunger bereits sterben.

 

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Wir versuchen so viele von ihnen wie möglich einzufangen, mitzunehmen, sie medizinisch zu versorgen, aufzupäppeln, die kleinen Welpen aufzuziehen,  Straßenhunde- und Katzen kastrieren zu lassen etc, etc.

Mittlerweile sind wir zum Glück gut vernetzt mit Tierschützern aus Mailand und Florenz die uns helfen Familien für die geretteten Tiere in Norditalien zu finden. 
Auch Esther und Franz aus dem Piemont, helfen uns vielseitig.
Unsere Freundin Giuliana übernimmt nach Möglichkeit alte, unvermittelbare Hunde, die wir zuvor verletzt oder geschwächt gefunden haben – nachdem sie tierärztlich versorgt und von uns kuriert wurden. Auch unsere Freundin Rosalia macht möglichst täglich eine Versorgungstour am Vesuv und bringt vielen der Streuner Futter, schaut nach verletzten Tieren, nach unkastrierten Hündinnen und nach Hündinnen mit Welpen und gibt bei Bedarf Alarm.
Marcia wiederum unterstützt uns bei unseren Kastrations-Aktionen.

Wir selbst haben stets ca. 25-30 erwachsene Hunde in unserem bescheidenen Haus sowie 10-12 Welpen und 12 Katzen.

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Da die Häuser und Wohnungen unserer Bekannten und Unterstützer längst ebenso mit geretteten Straßentieren überfüllt sind, müssen wir viele Hunde in Hundepensionen unterbringen.
Unser aller Engagement ist sehr zeitaufwendig und kostenintensiv. Die Tiere brauchen nicht nur eine Kastration und Futter und Wasser. Um sie vermitteln zu können müssen wir sie erst gesundpflegen, von allen Parasiten befreien, dann werden sie geimpft, gechippt, es werden Appelle zur Adoption geschrieben und die Reise in den Norden organisiert.

 

Alleine die Reisedokumente mit Impfung, Microchip, Entwurmung, Floh- und Zeckenschutz sowie Reisekosten belaufen sich pro Hund auf ca. 180,- €.

Die evtl. zuvor entstandenen Pensionskosten nicht mitgerechnet.

Unser Eisatz für die Tiere in unserer Region ist leider mühselig und scheint endlos, da den meisten Leuten hier der Respekt gegenüber den Tieren fehlt und demzufolge Notfälle an der Tagesordnung sind. Im Zuge der sogenannten Finanzkrise wurde es noch schlimmer. Die Leute wollen kein Geld mehr für ihre Tiere ausgeben und so werden die Hunde und Katzen skrupellos ausgesetzt, besonders kranke, ältere oder Hunde, die keine Funktion mehr haben (Schutz, Jagd…).

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