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Stefania – Hilfe für ausgesetzte und misshandelte Katzen – Zeme Lomellina (Prov. Pavia, Italien)

„Meine Leidenschaft für Tiere, insbesondere für Katzen, besteht seit jeher. Und Katzen begleiten mich, seit ich denken kann.“

 

2008 zogen mein Mann Rodolfo und ich in ein kleines Gehöft bei Zeme und mein Traum von einem Katzen-Asyl wurde damit verwirklicht. Das Asyl füllte sich rasch, denn auch hier im Norden Italiens ist das Elend der Tiere groß. Wir gründeten mit Freunden den Verein MilleVite (Tausend Leben). 

 

Stefania Foto 1

Welche Katzen finden bei uns Obhut?

Zunächst einmal natürlich alle, die vor unserem Haus ausgesetzt werden. 2008 und 2009 haben wir auch Katzen aus einem Versuchslabor aufgenommen und – soweit noch möglich – gesundgepflegt. Sie konnten zum Teil auch in Familien vermittelt werden.

Bis einschließlich 2015 nahmen wir auch alle Katzenbabys auf, doch wir werden nicht jünger und bis zum heutigen Tag ist es uns nicht gelungen, in der näheren Umgebung Tierschützer zu finden, die uns regelmäßig bei den Arbeiten im Heim helfen würden. Ein anderes Problem ist, dass bis heute niemand der uns gut bekannten Tierschützer, auf die wir uns verlassen können und die heute in einem weiteren Umkreis wohnen, bereit war, das Angebot anzunehmen, das Heim mit seinen Tieren später einmal zu übernehmen, weiter zu führen und dafür das gesamte Anwesen vererbt zu bekommen.

So können wir auch schon seit ein paar Jahren junge Katzen, die älter als zwei Monate sind, nur dann aufnehmen, wenn sie nicht (schon) verwildert sind. Diese Katzen zahm zu bekommen ist fast unmöglich, weil es uns an Zeit fehlt durch intensive Aufmerksamkeit ihr Zutrauen zu gewinnen. Dadurch ist auch eine Vermittlung dieser scheuen Katzen ausgeschlossen, und es ist uns einfach nicht möglich gleichzeitig mehr als 55 Katzen zu halten, die lebenslänglich in unserem Asyl leben, und man muss ja bedenken, dass diese jungen und gesunden Katzen eine durchschnittliche Lebenserwartung von 15 Jahren haben.

All diese Überlegungen und Tatsachen zwingen uns, im Verlauf der nächsten Jahre auch immer weniger kleine Kätzchen aufzunehmen, um uns langsam, aber sicher in ein „Gnadenheim“ zu verwandeln, das überwiegend alte und unheilbar kranke Katzen aufnimmt, um ihnen noch eine beschützte Zeit voller Liebe zu schenken. Schon 2015 hatten wir mehrere sehr schwere Fälle aufgenommen, von denen drei jeweils nur noch wenige Monate gelebt haben.

Selbstverständlich werde ich immer bereit sein zu helfen, Katzenbabys mit der Flasche aufzuziehen, doch sie alle ins Haus zu übernehmen, werde ich dann einfach nicht mehr können …

Stefania Foto 2

Unsere Schützlinge werden natürlich nicht nur gefüttert, sondern grundsätzlich auch jedes Jahr geimpft, sie werden mehrmals im Jahr entwurmt und entfloht, bei Krankheiten medizinisch behandelt und wenn erforderlich, natürlich zum Tierarzt gebracht. Alle geschlechtsreifen Katzen, männlich wie weiblich, werden kastriert.

Stefania Foto 3

Aktuell werden von Mille Vite 162 Katzen versorgt, einschließlich der Katzen in den Kolonien. Zieht man die Futterspenden ab, die Mille Vite zum größten Teil durch Animal Respect erhält, betragen die durchschnittlichen Kosten für Futter/Spezialfutter trotz allem noch circa 1300 Euro monatlich, wozu noch ca. 200 Euro Katzenstreu und ebenso viel für Putz- und Desinfektionsmittel kommen. Die Kosten für Medikamente und tierärztliche Versorgung sind natürlich nicht jedes Jahr und nicht in jedem Monat gleich, im Durchschnitt betragen sie jedoch jährlich in etwa 13.000 Euro. Na ja, und dann sind da noch die ganzen weiteren Kosten wie Strom, Wasser, Kraftstoff, ohne die es ja gar nicht geht … All diese Kosten bereiten uns nicht wenig Kopfzerbrechen und dieses Geld aufzubringen ist Monat für Monat unsere größte Herausforderung und so bleibt für wichtige und immer dringender werdende Bauarbeiten kein Geld übrig.

Dank des Vereins Animal Respect haben wir schon 2014/2015 eines der direkt ans Heim anschließenden Gelände von ca. 3.000 qm katzensicher einzäunen können! Das war unser größter Wunsch gewesen, denn von da an konnten unsere „festen Insassen“ durch einen eigens dafür in der Mauer erstellten Durchgang nach Belieben Tag und Nacht raus und rein, ohne dass wir weiter vor einigen öfters bei Nachbarn ausbrechenden Hunden, die in der Vergangenheit schon mehrere Katzen getötet hatten, und vor Jägern, die eine sehr zutrauliche Katze sogar vor dem Haus erschossen hatten, Angst haben müssen.

Für die immer dringender werdenden Arbeiten in den Katzenzimmern hat es leider noch nicht gereicht, auch nicht für die stabile Außentreppe für ein großes Katzenzimmer im Obergeschoß (bislang geht es über eine wacklige Wendeltreppe …) wie auch die notwendigen Isolierplatten für das Dach und einen katzentauglichen Fußboden. Ganz besonders dringend ist auch eine vor Mäusen sichere Tür unseres Lagers geworden, da eine Holztür wahrlich kein Hindernis für sie ist und momentan alles, was nicht in Dosen ist, im Menschen-Esszimmer und im Zimmer der kleinen Katzen lagert …

Bitte helft uns, den schon geretteten Katzen ein würdiges und katzengerechtes Leben zu ermöglichen, um auch in Zukunft möglichst viele bedürftige Katzen retten zu können. Ohne Eure Hilfe schaffen wir es nicht mehr. 

       Stefania Re, Januar 2019

 

 

 

 

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