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Die Situation von „Stefan“, Gran Canaria

Ich lebe seit mehr als sechs Jahren auf ca. 700 Metern Höhe in den südlichen Bergen Gran Canarias. Vor zwei Jahren konnte ich dort ein Grundstück erwerben zu dem eine Trinkwasserquelle gehört. 

Die Strecke von meiner bescheidenen Unterkunft zum Supermarkt in Soria beträgt 40 km, also 80 Km hin und zurück! Wenn ich vom Einkauf zurück bin und das Auto geparkt habe, füttere ich an dieser „Parkplatz“-Futterstelle erst einmal ca. 15 längst kastrierte Katzen mit Trocken- und Dosenfutter und gebe frisches Wasser.

Da ich fernab einer befahrbaren Straße lebe, muss ich das Auto dort abstellen und den beschwerlichen Weg weiter zu Fuß gehen – mit ca. 20 Kilo Futter im Rucksack zuerst ein Abstieg, dann beginnt der Aufstieg. Ca. 2 Km Serpentinenpfade…

Für den ganzen Weg vom Parkplatz zu meinem Wohnort brauche ich ca. 45 Minuten.

Dort angekommen erwarten mich mehr als 50 ebenfalls kastrierte Katzen, die sich an 12 verschiedenen Plätzen frei angesiedelt haben. Zwei weitere Futterplätze gibt es für die Einzelgänger.                                    

STEFANs-1-1024x768Bei den Futterstellen handelt es sich um verlassene, verfallene Häuser und größere Höhlen. Jedes Tier findet bei Regen ein trockenes Plätzchen mit Decke oder Kissen und – was viel wichtiger ist – Schatten! Soria ist 9 Monate im Jahr staubtrocken und heiß.

Die ca. 300 Euro Futterkosten im Monat für mehr als 50 Katzen versuche ich durch Hilfsarbeiten z.B. auf Baustellen zu verdienen.

Jedes Jahr zwischen August und November liegt vor mir und den Katzen eine schwere Zeit: Dann ist Jagdzeit und „meine“ Katzen sind vor den einheimischen Jägern, die auf jedes Tier schießen, nicht sicher und somit ständig in Gefahr!

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Ohne die Unterstützung von Elke Pichler wäre das Katzen-Projekt bei Soria in dieser Größenordnung nicht möglich gewesen! Sie unterstützt seit Jahren mein Katzen-Projekt durch die Übernahme von Tierarztkosten und Kastrationen und versorgt ganzjährig „meine“ Katzen mit Antiparasitika sowie Floh- und Zeckenschutz. Auch in Notsituationen hat sie mir und meinen Tieren bereits unschätzbare Hilfe geleistet!

Ich hoffe und wünsche mir, dass die Leserinnen und Leser dieser Zeilen auch weiterhin die gute und wichtige Arbeit von Elke Pichler unterstützen und somit die Katzen von Soria gesund und glücklich erhalten.

Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen, 

Stefan Benzel, Januar 2013

 

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